Die Filterung Teil 4 – verschiedene Filterungsvorgänge

Biologischer Filter

Biologischer Filter

Es ist an der Zeit, dass wir uns die einzelnen Filterungsvorgänge und die weiteren vom Filter abhängigen Vorgänge im Aquarium einmal genauer anschauen. Unterschieden wird hier zwischen mechanischer, biologischer und chemischer Filterung, wobei die Leistung des Filters nicht alleine am Filter hängt, sondern natürlich auch in einem nicht zu unterschätzenden Maß am verwendeten Filtermaterial. Was also erreichen die einzelnen Filterungsvorgänge? Und was hat es mit der Sauerstoffanreicherung, der Oberflächenbewegung und der Strömungserzeugung auf sich? Mal sehen…

Die mechanische Filterung ist die einfachste Form der Filterung und mit quasi allen Filtermaterialien machbar. Wer großen Wert auf Qualität setzt, der sollte sich hier an Tonröhrchenabschnitte oder Perlonwatte halten. Ziel ist es, mit dem Filtermaterial die Schmutzpartikel festzuhalten, die zusammen mit dem Wasser angesaugt werden, damit auf der anderen Seite wieder sauberes Wasser austritt. Je besser hierbei das Filtermaterial ist, desto feinere Partikel werden hier festgehalten. Gerade wenn Filter noch neu sind und erst noch eingefahren werden, sind noch keine Bakterien im Filter vorhanden, die noch weitere Aufgaben übernehmen können.

Ein sehr gutes Material stellt für die mechanische Filterung Aktivkohle dar, da diese durch ihre Porosität auch sehr feine Schmutzpartikel halten kann. Allerdings sollte diese auch genau aus diesem Grund bei einer Behandlung der Fische durch Medikamente entfernt werden, da es sonst einen unerwünschten Nebeneffekt geben kann. Bei einem längeren Behandlungszeitraum kann es passieren, dass die Medikamente vom Filter auch im Nachhinein noch freigegeben werden.

Die biologische Filterung erfordert auch den passenden Filter, der in seinem Innenleben eine Schicht aus 3-5 mm starkem Kies oder aus Tonröhrchen hat. Die passenden Filter baut man sich selbst oder nimmt ein Becken, in dem vom Hersteller schon einer eingebaut ist. Mit einem solchen Filter lassen sich am besten die nicht Sichtbaren Verschmutzungen durch Kot und Urin der Fische bereinigen. Der Filter lebt von den Bakterien in seinem Innenleben, die Ammoniak in Nitrit und Nitrobacter Nitrit in Nitrat umwandeln. Dafür brauchen Sie aber genug Oberfläche und Sauerstoff zum existieren. Poriger Kies (wie z.B. Lavastein), Schaumstoff, der resistent gegen Bakterien ist und bedingt auch Filterkohle eignen sich hierbei sehr gut. Aber aufgepasst, auch das Filtermaterial muss spätestens alle 4 Wochen, besser 3 Wochen, gereinigt werden.

Bei der chemischen Filterung werden speziell entwickelte künstliche, und daher auch sehr teure, Filtermaterialien genutzt. Als Beispiel sind hier Levatit und Perlmutit bestens geeignet. Je nach Anforderung können diese Materialien gezielter eingesetzt werden um das Wasser zu enthärten, Nitrat zu binden und mehr. Da diese Filtermaterialien sehr teuer sind, sollte man vor den chemischen noch einen mechanischen Filter schalten. So hat man die gröbste Verschmutzung im Vorfeld raus und schon den chemischen Filter.

Einen Sonderstatus hat Torf inne. Er ist bei vielen nicht sehr beliebt, da er das Wasser ein wenig einfärbt. Auch werden bei einem gezielten Einsatz um das Wasser zu enthärten einige Wechsel des Filtermaterials von Nöten sein. Doch trotzdem werde ich bei meinem Becken bald einen Torftest machen, da er nicht nur das Wasser enthärtet, sondern auch das Becken mit Huminsäure anreichert. Diese ist bei vielen Aquarienbewohnern sehr willkommen.

Bildquelle: Preisroboter.de

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