Wasserwechsel – eine ewige Debatte

Zum Thema Wasserwechsel sind die Meinungen geteilt. Zum einen gibt es diejenigen, die sich zum Altwasseraquarium bekennen. Hier wird das ganze Becken sehr gezielt und aufeinander abgestimmt eingerichtet, so dass die gegeben Voraussetzungen dieses Ökosystem fast von selbst am laufen halten und nur einen kleinen Wasserwechsel von etwa 10-20% nötig machen. Das ist nicht sehr einfach und erfordert daher natürlich ebenso gutes Wissen wie Fingerspitzengefühl. Ohne ein Gewisses Mindestmaß an Erfahrung wird das kaum gelingen. Gegenüber den Altwassseraquarianern hat sich eine Front gebildet, die einen wöchentlichen Wasserwechsel von mindestens 50 % stark machen. Eine echte Debatte…

Nach der Meinung von vielen Aquarianern sind 50 % jede Woche noch nicht einmal genug, so dass auch 70 % wöchentlich eine sehr gängige Größenordnung sind. Der Streitpunkt sind die zum Ökosystem des Aquariums gehörenden Bakterien. Altwasseraquarianer legen da anscheinend einen größeren Wert auf eine natürliches Becken und sagen, dass ein zu großer Wasserwechsel auch einen Großteil der Bakterien quasi ausspült. Dazu habe ich jetzt eine sehr interessante Informationen gefunden.

Der größte Teil der Bakterien in einem Aquarium befindet sich auf den Oberflächen, sei es auf Deko, Pflanzen oder Filter. Werden diese seperat und nicht beim Wasserwechsel gereinigt, so nimmt das Ökosytem keinen Schaden. Jetzt weiß ich auch warum Schwiegermutter immer zur getrennten Reinigung geraten hat.

Bei unserem 57 Liter Aquarium hat sich quasi eine Mischung oder der Mittelweg aus beiden Variationen ergeben. Das Leitungswasser ist bei uns nicht das beste, weshalb wir auf gar keinen Fall direkt aus der Leitung befüllen. Ausserdem wäre das wohl auch zu kalt. Osmosewasser wäre eine Variante, aber kommt derzeit nicht in Frage. Wir nehmen Wasseraufbereiter und Wechseln alle zwei Wochen etwa 50 bis 60 %, immer im Wechsel mit dem Filter. Damit fahren wir bei dem kleinen Becken recht gut und haben keine Probleme. Allerdings werde ich die Wechselzyklen wohl verkürzen, da wir im Moment recht viel Fisch drin haben, auch wenn es alle keine Riesen sind.

Die Becken bei der Schwiegermutter sind da ein wenig größer, weshalb hier dann auch mit Osmosewasser gearbeitet wird. Ich persönlich bin der Meinung, dass es jeder für sein Becken selbst herausfinden sollte, nach welchem Verfahren er den Wasserwechsel am besten macht. Gerade bei Neueinsteigern in dem Thema bleibt einem auch fast nichts anderes übrig, da die Thematik so umfangreich ist, dass wir uns dem Aquariumswasser wohl noch öfter zuwenden werden.

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