Familie: Aquarianer – Gattung: schauen wir mal…

Blauer Antennenwels

Blauer Antennenwels

Es ist schon erstaunlich, wie viele Freunde, Bekannte und Gesprächspartner die man so hat, ein Aquarium besitzen. Plötzlich redet man nicht nur noch in erster Linie über Fußball, sondern fängt bei jeder sich bietenden Gelegenheit an zu fachsimpeln und Erfahrungswerte auszutauschen. Ich hatte bisher auch gar keine Ahnung, wie viele Menschen in der direkten Umgebung zur Familie der Aquarianer gehören, die sich anscheinend wiederum in verschiedene Gattungen aufteilen. Leider sind da auch welche bei, mit denen ich die Einstellung nicht so ganz teilen kann.

Zum einen haben wir da die Gattung der Leidenschafts-Aquarianer. In diese Gattung stecke ich alle, die sich den Fischen mit Leib und Seele verschrieben haben und nach den ersten Aquarien ganze Landschaften innerhalb ihrer 4 Wände entwerfen. So hat ein neuer Kollege zu Hause einen 6500 Liter Raumtrenner, nebst weiteren Aquarien in allen Größen…
Die Zweite Gattung sind die Leidenschafts-Aquarianer light, da gehöre ich wohl zu. Der Wille für einen Aufstieg in die erste Gattung ist zwar da, aber die Mittel fehlen, sei es bei Platz oder Geld. Irgendwo tun sich halt immer wieder Lücken auf. Aber wer weiß, was da noch kommen mag.
Dann haben wir noch die Gattung der „Es-sieht-halt-gut-aus-Aquarianer“. Hier wird das Aquarium nur aus Gründen des Stils betrieben und beschränkt sich oftmals auf eine möglichst repräsentative Sorte Fisch, wie zum Beispiel Skalare oder Diskus. Oftmals sind hier die Aquarien allerdings leider weit entfernt von einer artgerechten Gestaltung des Lebensraums, wobei die Fische eher als Deko denn als Lebewesen. Finde ich jetzt persönlich nicht so gut.
Die letzte Gattung fasse ich unter dem Namen Gewohnheits-Aquarianer zusammen. Irgendwann war wohl mal der Wille da, sich dem Hobby Aquarium zu verschreiben, aber als man dann festgestellt hat, wie viel Umfang die Thematik hat, da wurde es schnell zur Nebensache und wurde halt am laufen gehalten. Schade nur, dass hier oftmals die Hygiene der Becken so vernachlässigt wird, dass es dann irgendwann verkauft wird und so dreckig ist, dass der nächste Benutzer es 2 Tage schrubben muss.

Ich hoffe doch einfach mal, dass die Zahl derer, die in die letzten beiden Gattungen gehören, nicht sooo groß, wie es mir derzeit leider erscheint. Meine Bitte: überlegt es Euch vorher, denn es ist schon schade für die Tiere.

Bildquelle: Verna N. / Pixelio.de

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