Artgenossen – einer spinnt immer

Rambo

Rambo

Eigentlich sollte man meinen, dass Fische sich über die Anwesenheit von Artgenossen freuen, wenn mir wir mal von den Bräuchen der Kampffische untereinander absehen. Sumatrabarben, Skalare und andere Fische sind ja nun nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie sich gegenseitig an die Wäsche gehen und permanent miteinander streiten. Doch erstens kommt es meistens anders, und zweitens als man denkt. Da hat man ein einzelnes Exemplar, will diesem etwas gutes tun und ihm Gesellschaft besorgen, die seiner auch würdig ist, und schon hat man den schönsten Stress im Aquarium. Ein gutes Veispiel ist der Rambo (siehe Bild). Auch er sollte nicht länger allein sein…Zur Erklärung: der Rambo bewohnte als eiziger Skalar ein Gesellschaftsbecken mit diversen anderen Fischen. Ein recht bunt gemischter Haufen, dem unter anderem Welse, Prachtschmerlen, eine Haibarbe, Mollys und Regebogenfische angehören. Rambo hatte zu der Zeit noch gar keinen Namen und war ein echt friedlicher Fisch.

Nun ja, schade dass er so alleine ist, dachte sich da die Schwiegermutter. Der bekommt doch glatt mal Gesellschaft, war also der nächste Gedanke. Also auf zu Händler und zwei Kollegen organisiert und schon ging es los. Der Rambo hatte gar keinen Lust auf seine Artgenossen und fing einen kleinen Krieg an, der so ausuferte, dass er erst den Namen Rambo bekam und dann in ein anderes Becken musste. Schade auch.

Doch Rambo war nicht der einzige, denn auch bei den Sumatra-Barben im gleichen Becken ging es recht zänkisch zu. Auch hier gab es wieder einen Antreiber, der so gar nicht mit seinen Artgenossen einverstanden war. Also: raus aus dem Becken und ab zu Rambo, so dass jetzt ein Becken quasi das Auffangbecken für potenzielle Gewalttäter ist, also in etwa die Besserungsanstalt.

Da kann man froh sein, wenn genug Becken zur Auswahl stehen, denn schon oft musste immer wieder mal ein Fisch von seinen Kumpels getrennt werden.

Allerdings hat die bei uns auch ein Fisch die Abneigung zur Verwandtschaft echt übertreiben. Wir hatten da ein Pärchen Dalmantiner-Mollys, die waren einfach unzertrennlich. Doch irgendwann verstarb uns leider das Weibchen, wodurch das Männchen immer einen etwas ruhelosen Eindruck machte.  Wir besorgten ihm doch glatt ein neues Weibchen (sogar Schwanger), damit er nicht so alleine ist. Doch es half nichts. Erst fing er an es zu jagen, dann beruhigte er sich wieder, und dann verstarb er… .

Tja, Fisch ist halt nicht gleich Fisch.

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