Mooskugeln – Algen vs. Algen

Mooskugel

Mooskugel

Wie heisst es doch immer so schön? Man soll Feuer mit Feuer bekämpfen! Das klappt auch in der Aquaristik sehr gut, und zwar mit Hilfe von Mooskugeln. Wer jetzt denkt, dass Moos ja nicht zu den Algen gehört, der hat recht und dem wollen wir auch gar nicht widersprechen. Ihren Namen verdanken sie wirklich nur ihrem Äußeren, denn es handelt sich bei den Mooskugel tatsächlich um eine Art der Algen, deren genaue Bezeichnung Cladophora aegagrophila ist. Das Prinzip ist mal wieder denkbar einfach. Wenn die unerwünschten Algen durch die im Wasser enthaltenen Nährstoffe so prächtig gedeihen, dann drehen wir den Spieß doch um und besorgen uns ausdrücklich erwünschte Algen, die den nicht ganz so beliebten Vertretern  die Nahrung klauen.

Und das Beste daran ist, dass diese Form der Alge auch noch gut aussieht und sich, wie der Name ja sagt, als Wasserpflanze präsentiert. Sein Aquarium mit diesen nützlich Algen zu versorgen ist auch nicht teuer, denn sie kosten in der Regel nicht mehr als 4 Euro das Stück. Und das wäre schon ein sehr hoher Preis.

Ich bin eigentlich eher durch Zufall auf die Mooskugel gekommen, denn bei uns war es schlicht und ergreifend mal wieder die Schwiegermutter, der wir unsere ersten beiden Mooskugeln verdanken. Sie gab sie uns als Geschenk mit. Das ist auch das mindeste an Schadensersatz, denn immerhin war sie es ja auch, die uns mit dem Virus Aquarium infizierte. Idealer Weise waren es zwei Kugeln, wobei nach der Aussage eines sehr großen Aquaristik-Fachgeschäfts eine Kugel für etwa 25 Liter einzuplanen ist. Nun ja, unser derzeitiges Aquarium fasst 57 Liter, das passt.

Allerdings wird es auf die Zeit wohl nicht bei diesem einen bleiben, da bin ich mir irgendwie sicher. Ich habe mir sogar schon überlegt, in die Nano-Aquaristik einzusteigen, um mich dabei mit den Aquarienpflanzen vertrauter zu machen.

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